Ankündigungsbild zum Hörspiel Kohlrabenschwarz 2. Links unten steht "S2 E2" für Episode 2 von Staffel 2

Staffel 2, Episode 2: Überleben

Schwab und Anna kehren aus Bremen zurück, in Erdmanns Antiquariat herrscht mittlerweile noch mehr Chaos. Das Team würde sich eine größere Einsatzzentrale wünschen, doch ins Präsidium zu Kroiss möchten sie auch nicht. 

Erdmann erklärt, mit welchem Artefakt er Kröger austricksen konnte: Die Lungen und Leber eines jungen Frischlings, die aus dem originalen Schneewittchen-Märchen stammen und die damals der Jäger der bösen Königin brachte als Beweis, Schneewittchen getötet zu haben. Das Artefakt ist wirksamer als das der Richilde-Sage, da die Geschichte bekannter ist. Je mächtiger die Version einer Legende, desto mächtiger sind auch die zugehörigen Artefakte.

Pieter aus Bremen meldet sich nochmals. Die Polizei hat herausfinden können, dass alle entführten Mädchen auf dem Flohmarkt einen Taschenspiegel gekauft hatten. Erdmann vermutet, dass es sich bei diesen um Teile des Zauberspiegels aus dem Schneewittchen-Märchens handeln könnte, dem wirkmächtigsten bekannten Artefakt. Der Schwarzalb setzt die Priorität, den Händler und die Spiegel ausfindig zu machen.

Schwab bemerkt, dass es in Bremen keinerlei blutige Zeichen gab, wie an den vorherigen Tatorten, Hornhold kann also scheinbar keine Energie aus den aktuellen Taten sammeln. Doch woher stammt der Spiegel? Dieser war zuvor in keinem Archiv aufbewahrt.

Nachdem Schwab den Wunsch nach einer Art Märchen-Detektor äußert, steht kurze Zeit später Bolgk vor seiner Türe: ein merkwürdiges Wesen mit Matrosenanzug und Koffer, das nicht mehr als seinen Namen sagen kann und eine kulinarische Vorliebe für Schwabs Sofakissen hat. Erdmann hat Bolgk einen Brief mitgegeben, in dem erklärt wird, dass der Neuankömmling ein Wechselbalg sei und thaumaturgische Energie aufspüren könne. Er sei in einem Archiv aufgewachsen. Anna ist das Wesen sympathisch, Schwab jedoch fühlt sich langsam wie in einem Disney-Film. 

Schon erreicht die SOKO Kohlrabenschwarz ein neuer Auftrag. In Aachen sind drei verstümmelte Leichen von Obdachlosen in der Kanalisation gefunden worden. Die Verletzungen lassen auf einen nichtmenschlichen Täter schließen und würden zum Aachener Fabelwesen des Bahkauv passen. Das Bahkauv ist eigentlich ein “spiritus familiaris”, ein tierischer Vertrauter, des mächtigen unsterblichen Hexenmeisters Kaschtschai. Wenn dieser jedoch zu schwach wird, kann der Bahkauv ihm entfliehen. 

Erdmann stellt das Team für den Einsatz zusammen. Neben Schwab, Anna, Franz und Bolgk soll auch Falbner mitkommen. Der stammt nämlich von einem Bauernhof, in dem auch illegalerweise exotische Tiere gehalten wurden. Insofern kennt er sich im Umgang mit Großvieh aus. Bolgk jedoch scheint keine Lust zu haben, sie zu begleiten. Er wird Susanne gegenüber sehr anhänglich und will sich nicht mehr von ihr trennen. So fährt das Team ohne ihn los.

Falbner schlägt vor, das Bahkauv mit einem Köder zu betäuben. Da sie bei dem riesigen und vor allem schweren Wesen einiges an Betäubungsmitteln benötigen, holen sie sämtliche Ketamin-Vorräte aus der Asservatenkammer der Aachener Polizei. Ihre Kollegin Kösler rüstet das Team zudem mit Schutzkleidung, Netzwerfern und einem Polizeitransporter aus, damit sie es einfangen und seinem Besitzer zurückbringen können.

Nachdem sie auch noch Fleisch kaufen, in das sie das Betäubungsmittel einwickeln können, steigt das Team der SOKO die Kanalisation hinab. Inmitten des Schwefeldufts aus den Thermalquellen finden sie das ehemalige Schlaflager der getöteten Obdachlosen nebst zahlreicher Blutlachen. Sie legen ihre Köder aus und verstecken sich.

Als das Bahkauv auftaucht, wickelt Schwab sich selbst und Anna erst einmal aus Versehen selbst mit einem Netz ein. Während sie sich befreien, kämpfen Franz und Falbner gehen das Wesen, das zwar alle Köder gefressen hat, aber keineswegs müde zu werden scheint. Schwab hat sich soweit frei gekämpft, dass er ein Netz auf das Bahkauv abschießen kann. Dieses befreit sich jedoch und verfolgt nun ihn, unbeeindruckt von den Kugeln, die die Schwabs Begleiter auf es abfeuern.

Schwab sitzt in der Falle, als Anna sich schützend vor ihn stellt. Denn das Bahkauv greift keine Frauen und Kinder an. Tatsächlich kann es dadurch lange genug abgelenkt werden, dass das Ketamin nun doch seine Wirkung zeigt und das Fabelwesen einschläft. Gut verpackt in Netze schleift das Team es nach draußen